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für den 03.08.2020

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Reformationstag 2016

Vom Reformatorentum aller Gläubigen

Reformation setzt bei uns selber an - das machte Superintendent Hitzbleck in seiner Predigt in der Petrikirche deutlich. Sich nicht hinter einer Institution verstecken, sondern selber tun und "Salz der Erde" sein, dazu seien alle Christen aufgerufen.

Superintendent Helmut Hitzbleck Superintendent Helmut Hitzbleck

Wie ist das, wenn der Kirschlorbeer im Garten zu wuchern beginnt? Den Dingen ihren Lauf lassen oder beherzt zur Astschere greifen und den Wildwuchs zurechtstutzen? Für Letzteres haben sich diejenigen entschieden, die später als Reformatoren in die (Kirchen-)Geschichte eingegangen sind. Zum beherzten Selber-Tun und Selber-Sagen rief Superintendent Hitzbleck in seiner Predigt zum Reformationstag in der Petrikirche auf.

Wie das Gesträuch im Garten war auch die Kirche mit der Zeit gewachsen, erst langsam und zögerlich und schließlich mit Schwung. Das Christentum wurde zur Staatsreligion und immer unterschiedlichere Interessen versuchten sich Geltung zu verschaffen. „Man muss eingreifen“, befand Superintendent Hitzbleck in seiner Predigt. „Das wollten schließlich auch die Reformatoren: die Kirche zu ihren Wurzeln zurückführen“, oder auch zurechtstutzen.

In seiner Predigt nahm Superintendent Hitzbleck auch die kirchlichen Orte in den Blick, an denen jüngst und zurzeit rege gestutzt - und eingespart - wird: weniger Kirchen, weniger Gemeindezentren, weniger Paragraphen in der Kirchenordnung. Ist das schon Reformation? „Ja, schon, auch“, räumt Hitzbleck ein, erinnert aber zugleich an Jesus‘ Aufruf an das Volk aus der Bergpredigt (Mt 5, 20) „Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.“ Konkret also: Nicht zuerst auf die Institution Kirche schauen, sondern selber Kirche sein. Selber „Tränen trocknen und Menschen wieder Boden unter den Füßen geben. Reformation setzt bei uns selber an.“ Der Aufruf zur Reformation richte sich nicht nur an die Institution und Organisation, sondern an jeden Einzelnen, wenn es darum gehe, in Frieden zu leben, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben.

„Wir sind gerade jetzt gefragt, unsere Werte in der Öffentlichkeit in klarer Sprache zu vertreten“, so Superintendent Hitzbleck. „Wie kann es sein“, fragte er in seiner Predigt, „dass Menschen im Netz unter Pseudonym gegen andere hetzen, dass öffentlich über Menschen geredet wird, als seien sie Gegenstände, dass der Ruf nach Gewalt, um vermeintlich die Welt zu retten, in ganz neue Bahnen gerät?“. Den Anlass zur Reformation gebe es bei uns selbst, auch hier. „Wir haben zu lange geglaubt, dass wir uns nicht besonders bemühen müssten, unsere Werte unters Volk zu bringen. Wir müssen die Gesellschaft mit dem würzen, was uns das Evangelium mitgibt“, dazu rief Hitzbleck auf mit Blick auf Jesu Worte in der Bergpredigt. „Das Potenzial ist da. IHR seid das Salz der Erde.“

Assessorin Dagmar Tietsch-Lipski gestaltete gemeinsam mit Superintendent Hitzbleck die Liturgie des Gottesdienstes. Für die musikalische Gestaltung sorgten Rainer Helling (Orgel) und der Posaunenchor des CVJM Styrum. Assessorin Dagmar Tietsch-Lipski gestaltete gemeinsam mit Superintendent Hitzbleck die Liturgie des Gottesdienstes. Für die musikalische Gestaltung sorgten Rainer Helling (Orgel) und der Posaunenchor des CVJM Styrum.


 

 

 

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ala / 03.11.2016



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