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für den 02.12.2021

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Jesaja 51,4

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Kirchenkreis

Assessorin wiedergewählt / Superintendent weiter nebenamtlich

Die Kreissynode bestätigte Assessorin Dagmar Tietsch-Lipski im Amt und beschloss, das Superintendentenamt in nebenamtlicher Besetzung beizubehalten.

Wahlen prägten die Tagesordnung der diesjährigen Herbstsynode des Kirchenkreises An der Ruhr. Dabei wurde Assessorin Dagmar Tietsch-Lipski im Amt bestätigt (weitere Wahlergebnisse siehe unten). Superintendent Hitzbleck nahm in seinem Jahresbericht an die Kreissynode das Reformationsjubiläum mit Luther-Hype ebenso in den Blick wie die Situation der Ökumene. Kritisch würdigte er die aktuelle Lage der „Nichtbeteiligung“, des Fremdseins vieler Menschen gegenüber der Kirche genauso wie gegenüber dem etablierten öffentlichen Leben.

Die Synode beriet auch über Anträge von Kirchengemeinden, die sich auf die anstehende Neuwahl eines / einer Superintendent/in im kommenden Frühjahr beziehen. Beschlossen wurde, dass das Amt des Superintendenten künftig weiter eine nebenamtliche Position (mit 75% Entlastung in der Herkunftsgemeinde) bleiben soll (s.u.). Außerdem hörten die Synodalen einen Bericht über die Begegnung mit dem Partnerkirchenkreis aus Daressalam im Sommer sowie über die nächsten Schritte in der Partnerschaft.

Mit Blumen und viel Applaus verabschietete die Kreissynode Superintendent Helmut Hitzbleck. Für ihn war es die letzte Synodentagung, die er vor seinem Ruhestand leitete. Mit Blumen und viel Applaus verabschietete die Kreissynode Superintendent Helmut Hitzbleck. Für ihn war es die letzte Synodentagung, die er vor seinem Ruhestand leitete.

Bericht des Superintendenten

Wie würde Martin Luther uns heute sehen? Was hielte er wohl von den Mer-chandise-Artikeln mit seinem Konterfei und dem blühendem Tourismus in Richtung Eisenach und Wittenberg? So unterzog der Superintendent das geschäftige Treiben in Sachen Reformationsjubiläum einer kritischen Inspektion. Dennoch, so betonte er, blieben die Grundsätze der Reformation immer noch eine taugliche Richtschnur, wenn man Kirche heute kritisch inspizieren wolle: „Gut zu wissen, dass Gott (und Er allein, „sola gratia“) dem reuigen gläubigen Menschen („sola fide“) seine Schuld vergibt; gut zu wissen, dass der Mensch sich in den Schriften des Alten und des Erneuerten Bundes dessen vergewissern kann („sola scriptura“); und ebenso gut zu wissen, dass Christus die Orientierung für den Weg des Glaubens im Hier und Jetzt bereithält („solus Christus“).“

Erneuerung, nicht Spaltung sei das wichtige Ziel der Reformation, machte der Superintendent mit Blick auf die Ökumene deutlich, es gelte sich die Hände zu reichen: „Eine Kirche in zweierlei Gestalt muss möglich sein. (…) Christus ist das Ziel. Viele Wege führen zu ihm. (…) Keine Kirchenverfassung ist unantastbar. Sie ist immer vorläufig und deshalb reformbedürftig und reformierbar.“

Kirche müsse, ganz im Sinne Luthers, eine bessere Dolmetscherin werden, erklärte Hitzbleck mit Blick auf die „Nichtbeteiligten“, auf diejenigen, für die Presbyteriumswahlen und Gemeindeversammlung oder auch das öffentliche Leben und die Politik keine Rolle spielen. Etablierte und nicht-beteiligte Milieus blieben sich oft fremd und beiderseitige Akzeptanz sei Bedingung, um das zu überwinden: „Akzeptanz bedeutet, dass die etablierte Seite den gleichen Einsatz zeigen muss, wie sie ihn von den „Nichtbeteiligten“ zum Zusammenwachsen der Gesellschaft erwartet.“ Man müsse wesentliche Dinge teilen, um soziale Eskalation zu verhindern: Wohlstand, Arbeit, öffentliches Leben, die politische Bühne, Kultur und Bildung, und so eine „Umkrempelung der Welt“ ermöglichen. „Der christliche Weg ist es“, so betonte Hitzbleck, „gewaltfrei zu versuchen, der Macht des Wortes zu vertrauen und den Weg zur Teilhabe der Nichtbeteiligten zu eröffnen.“

Schwarz-Weiß-Denken sei dabei nicht hilfreich: „Es gibt weder das Strah-lendweiße noch das Kohlpechrabenschwarze, sondern ausschließlich Grauabstufungen. Kirche ist ein Teil davon. (…) Sie muss in die Debatte ge-hen und den Mut haben, mit den Menschen nach bestem Wissen und Gewissen Fehler zu machen“. Denn oft gebe es nur noch „relativ richtige“ und situationsgebundene Entscheidungen „Das gilt gleichermaßen für private Fragen von der Art und Weise der Zeugung, über Formen der Geburtenkontrolle, des Beziehungsabbruchs, der Lebensform, des Sterbeweges… wie für soziale Fragen.“ Die Christen müssen von Fall zu Fall um den Weg ringen und mit Widerständen leben. Dabei gelte: „Der Zorn über die Menschen darf nicht die Liebe zu den Menschen besiegen“, beziehungsweise, in den Worten Dietrich Bonhoeffers: „Die Gefahr, uns in Menschenverachtung hineintreiben zu lassen, ist sehr groß. (… ) Mit der Menschenverachtung verfallen wir gerade dem Hauptfehler unserer Gegner. Wer einen Menschen verachtet, wird niemals etwas aus ihm machen können. Das einzig fruchtbare Verhältnis zu den Menschen (…) ist Liebe, d.h. der Wille, mit ihnen Gemeinschaft zu halten.“

 

Assessorin Dagmar Tietsch-Lipski wurde in ihrem Amt bestätigt. Assessorin Dagmar Tietsch-Lipski wurde in ihrem Amt bestätigt.

Beratungen und Beschlüsse

Auf Antrag der Kirchengemeinde Heißen, der Vereinten Evangelischen Kirchengemeinde sowie der Kirchengemeinde Speldorf diskutierten die Synodalen die Frage, ob für das Superintendentenamt mit der anstehenden Neuwahl im kommenden Mai eine hauptamtliche Stelle ausgeschrieben werden soll. Nach eingehenden Beratungen fand sich ein mehrheitliches Votum für die Beibehaltung des Nebenamtes. Befürworter der Hauptamtlichkeit hatten damit argumentiert, dass dies mehr Unabhängigkeit von Gemeindebelangen ermögliche. Außerdem könnten sich für eine Superintendentenstelle im Hauptamt auch Kandidierende von außerhalb des Kirchenkreises bewerben und neue Impulse einbringen. Für die Nebenamtlichkeit sprach auch ein Kostenargument: In dieser Variante wird der kommende Amtsträger weiterhin aus dem Kreis der Pfarrstelleninhabenden des Kirchenkreises gewählt, dafür muss eine Entlastungspfarrstelle im Umfang von 75 Prozent finanziert werden. Eine Superintendentenstelle im Hauptamt muss zu 100 Prozent finanziert werden.

Ferner beschloss die Synode, dass die bislang in der Pfarrstellenkonzeption enthaltene Beschränkung auf maximal eine Pfarrstelle pro Gemeinde im eingeschränkten Dienst aufgehoben wird.

Turnusgemäß wurden auch Haushalts- und Stellenplänen für das kommende Jahr verabschiedet.

 

Wahlen

Die Synodalen bestätigten Assessorin Dagmar Tietsch-Lipski in ihrem Amt als erste Stellvertreterin des Superintendenten (Assessorin). Die Position war nach einer Amtszeit von acht Jahren turnusgemäß neu zu besetzen und die bisherige Amtsinhaberin war die einzige Kandidatin.

Außerdem standen weitere Positionen im Kreissynodalvorstand (Leitungsgremium des Kirchenkreises zwischen den Tagungen der Kreissynode) turnusgemäß zur Wahl. Hier werden sowohl theologische Vertreter (erste/r und zweite/r stellvertretende/r Skriba) und nichttheologische Mitglieder (Synodalälteste und Stellvertreter/innen) von den Synodalen neu bestimmt.

Im Amt bestätigt wurde Pfarrerin Klaudia Schmalenbach (Seelsorgerin am Ev. Krankenhaus) als erste stellvertretende Skriba. Neu in den Kreissynodalvorstand gewählt wurde Pfarrer Christoph Pfeiffer (Kgm. Broich-Saarn). Er folgt als zweiter stellvertretender Skriba Pfarrer Matthias Göttert (Kgm. Speldorf) nach, der nach Ende seiner Amtszeit nicht wieder kandidierte.

Als Synodalälteste (nicht-theologische Mitglieder des Kreissynodalvorstandes) wurden gewählt: Michael Meister (Vereinte Ev. Kirchengemeinde) und Birgit Thieme (Lukaskgm.). Als stellvertretende Synodalälteste wurden gewählt: Martha Vahrenkamp (Fliedner) und Peter Jansen (Broich-Saarn).

Ferner wurden im Nachgang der Presbyteriumswahlen vom Februar die Mitglieder der kreiskirchlichen Ausschüsse und Kuratorien neu gewählt.

 

 

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ala / 19.11.2016



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