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Landessynode beschließt Haushalt mit Überschuss

Auf ihrer Tagung in Bad Godesberg hat die Landessynode den Haushalt 2020 beschlossen. Für die Aufgaben der Landeskirche sind 629 Millionen Euro veranschlagt. Rund zehn Prozent der Kirchensteuer fließen in den Haushalt der EKiR.

Foto: pixabay.com Foto: pixabay.com

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat auf ihrer Tagung in Bonn-Bad Godesberg den landeskirchlichen Haushalt für das Jahr 2020 in einer Höhe von 130 Millionen Euro beschlossen (2019: 127,3 Millionen). Er weist einen Überschuss von mehr als 930.000 Euro aus. Der landeskirchliche Haushalt wird zum überwiegenden Teil über eine Umlage von 10,1 Prozent des Nettokirchensteueraufkommens der 687 Kirchengemeinden finanziert.

Ausgaben für gesamtkirchliche Aufgaben liegen bei 496 Millionen Euro

Die Gesamtaufwendungen zur Erfüllung der Aufgaben der Landeskirche sind für 2020 mit 629 Millionen Euro veranschlagt (2019: 608 Millionen Euro). Für gesamtkirchliche Ausgaben einschließlich Pfarrerbesoldung und internem Finanzausgleich sind Ausgaben in Höhe von knapp 496 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt (2019: 488,5 Millionen Euro). Die Pfarrbesoldungspauschale wird mit 116.573 Euro festgesetzt.

Gut zwei Drittel sind Personalkosten

Größter Teil des Haushalts sind Personalkosten mit Schwerpunkt Pfarrerinnen und Pfarrer. Sie machen mit 67,60 Prozent gut zwei Drittel des Gesamtaufwands aus (2019: 67,34 Prozent). Für Henning Boecker ist die Investition in das Personal ein wichtiger Faktor guter kirchlicher Arbeit. „Die Pfarrerinnen und Pfarrer in den Kirchengemeinden und anderen Diensten bilden nach wie vor das Rückgrat kirchlicher Arbeit und Verkündigung“, sagt der stellvertretende Leiter der Finanzabteilung. Er hat den Haushalt in die Landessynode eingebracht.

Neue Schwerpunkte 2020: Erprobungsräume und Jugendcamp

Der Haushalt 2020 setzt laut Henning Boecker zudem neue Schwerpunkte. So fließen 600.000 Euro in das Projekt Erprobungsräume. Die rheinische Kirche wird für die Erprobungsräume in den kommenden zehn Jahren insgesamt zwölf Millionen Euro an Finanz- und Personalmitteln aufwenden. Und 730.000 Euro werden für ein Jugendcamp im nächsten Jahr in Mülheim/Ruhr und zusätzliche Mittel für die Jugendarbeit bereitgestellt.

Kirchensteuerverteilbetrag erstmals ohne Risikopuffer

Die Evangelische Kirche im Rheinland geht für das Jahr 2020 von einem Kirchensteuerverteilbetrag von 750 Millionen Euro aus (2019: 744 Millionen Euro). Anders als in den Vorjahren hat sie dabei erstmals keinen Risikopuffer eingebaut. Der Puffer war eingebaut worden, um Kirchengemeinden vor einer Haushaltslücke infolge eines niedrigeren als des prognostizierten Kirchensteueraufkommens zu schützen. Dieser Fall war aber in früheren Jahren nie eingetreten, im Gegenteil: Den Kirchengemeinden standen am Ende eines Haushaltsjahres – also nachträglich – immer höhere Beträge zur Verfügung, die sie bei der Haushaltsplanung jedoch nicht berücksichtigen konnten. Der Verteilbetrag ergibt sich aus dem Kirchensteueraufkommen nach Abzug der Entgelte für die Finanzämter sowie der Überweisungen aus dem Clearingverfahren an andere Landeskirchen.

 

 

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17.09.2019



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