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für den 02.12.2021

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Service

Notfallseelsorge

19 neue Notfallseelsorger verstärken das Team

Psychologie und Kommunikation, Glaubensfragen und die Strukturen in Rettungsdienst und Kirchenwelt standen neun Monate lang auf dem Stundenplan der neuen ehrenamtlichen Notfallseelsorgenden - nun wurden sie feierlich in ihren Dienst eingeführt.

Einführungsgottesdienst in Essen (Foto: Roland Oder). Einführungsgottesdienst in Essen (Foto: Roland Oder).

Dreiunddreißig Mülheimer und Essener „Auszubildende“ zwischen 24 und 67 Jahren sind neun Monate lang in die „Lehre“ gegangen und haben die Ausbildung zum ehrenamtlichen Notfallseelsorger erfolgreich absolviert. Nun wurden sie in einem feierlichen Gottesdienst in der Essener St. Altfrid Kirche in ihren Dienst eingeführt.

Die Notfallseelsorge in Mülheim ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr rufbereit. Sie wird von der Leitstelle der Feuerwehr alarmiert zum Beispiel bei häuslichen Todesfällen, wenn Menschen akut suizidgefährdet sind, wenn eine Todesnachricht überbracht werden muss oder wenn nach einem größeren Unglück mehrere Verletzte oder Angehörige seelsorgerlich zu begleiten sind. Pfarrerinnen und Pfarrer und ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger teilen sich den Dienst.

In den Dienst der Notfallseelsorge Mülheim an der Ruhr wurden nun 19 neue ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger eingeführt: Christa-Maria Feuster, Friederike Funkenberg, Melanie Geerkens, Frank Görgen, Siegfried Hardt, Aniela Jaskolla, Christian Krebber, Malte-Bo Lueg, Sabine Magiera, Veronique Müller, Florian Ohlhoff, Michel Osten, Doris Rose, Tanja Schneider, Joachim Schulte, Koushik Sikdar, Christina Steinbeck, Arnd Stuckmann und Frank Zons. Weitere zwölf ehrenamtliche Nofallseelsorgende aus Essen wurden ebenfalls in ihren Dienst eingeführt.

Unten (v.l.): Ch.-M. Feuster, A. Jaskolla, Ch. Steinbeck, T. Schneider, V. Müller, S.  Magiera, Mitte (v.l.): M. Geerkens, D. Rose, K. Sikdar, F. Ohlhoff, F. Funkenberg, M.-B. Lueg, Oben (v.l.): F. Görgen, J. Schulte, S. Hardt, A. Stuckmann, Ch. Krebber Unten (v.l.): Ch.-M. Feuster, A. Jaskolla, Ch. Steinbeck, T. Schneider, V. Müller, S. Magiera, Mitte (v.l.): M. Geerkens, D. Rose, K. Sikdar, F. Ohlhoff, F. Funkenberg, M.-B. Lueg, Oben (v.l.): F. Görgen, J. Schulte, S. Hardt, A. Stuckmann, Ch. Krebber

Den Gottesdienst feierten mit den Ehrenamtlichen: Superintendent Pfarrer Helmut Hitzbleck (Kirchenkreis An der Ruhr), Stadtdechant Pfarrer Michael Janßen (Stadtdekanat Mülheim), Assessorin Pfarrerin Erika Meier (Ev. Kirchenkreises Essen), Stadtdechant Pfarrer Dr. Jürgen Cleve (Stadtdekanat Essen), Pastorin Kordula Bründel (Leiterin der Ökumenischen Notfallseelsorge Essen), und Pfarrer Guido Möller (Leiter der Notfallseelsorge des Evangelischen Kirchenkreises An der Ruhr).

Wöchentlich haben sich die „Auszubildenden“ in der Mülheimer Feuerwache und in einem Essener Gemeindezentrum zum Einführungslehrgang getroffen, auch mehrere Seminarwochenenden, Rettungsdienst und Polizei-Praktika, sowie ein Erste-Hilfe-Grundkurs standen auf dem Programm. „Die Ausbildung muss sehr fundiert sein“, erklärt Pfarrer Guido Möller, Leiter der Notfallseelsorger im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr, „schließlich ist die Aufgabe auch anspruchsvoll.“

Auf dem Stundenplan der „Neuen“, standen seit Januar unter anderem Grundlagen der Traumapsychologie und Kommunikation, Umgang mit Belastungsreaktionen und die Strukturen bei Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und in der Kirchenwelt. Die neuen Notfallseelsorger lernten die Grundlagen des Seelsorgegeheimnis und Zeugnisverweigerungsrechts kennen. Hinzu kam die Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben, der Umgang mit Fragen nach Schuld und Zweifel ebenso wie die Gestaltung von Ritualen des Abschieds. (Aussegnung, Gebet, Abschiedsgestaltung, Nottaufe).

Der Gottesdienst markierte für die „Notfallseelsorge-Auszubildenden“ das Ende ihrer Ausbildung, nicht aber das Ende des Lernens. Wenn die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger ihre Arbeit aufnehmen, werden sie zusätzlich in Supervisionen begleitet. „Man kann allerdings nicht alles vorher üben“, räumt Notfallseelsorger Möller ein. „Jeder Einsatz ist anders. Die Schulungen vermitteln aber einen roten Faden. Für die Notfallseelsorgenden ist es letztlich wichtig, ihre eigenen Möglichkeiten und auch Grenzen zu erkennen, auch darüber haben wir in der Schulung viel gesprochen.“

Auf die ersten Einsätze werden die „Neuen“ nicht allzu lange warten: Rund 90 Mal im Jahr wird die Mülheimer Notfallseelsorge alarmiert.

 

 

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ala / Fotos: Roland Oder (Feuerwehr Mülheim) / 10.10.2016



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