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für den 09.08.2020

Der HERR sättigte sein Volk mit Himmelsbrot. Er öffnete den Felsen, da strömten Wasser heraus, sie flossen dahin als Strom in der Wüste. Denn er gedachte an sein heiliges Wort.

Psalm 105,40-42

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Service

Kirchenkreis An der Ruhr

Stille Zeit legt Verletzlichkeit frei

In einer Videobotschaft aus der Saarner Dorfkirche nimmt Superintendent Gerald Hillebrand eine nunmehr im doppelten Sinne stille Woche und das kommende Osterfest in den Blick.

 

Hier Auszüge aus der Ansprache: 

In diesem Jahr ist alles anders! Ein kleines Virus stellt die Welt auf den Kopf und verändert unser Leben radikal: 

Für Viele werden es einsame Feiertage, in den eigenen vier Wänden, im Altenheim oder im Krankenhaus. Für Manche werden es stressige Feiertage, weil das erzwungene Zusammensein in der Familie zu Spannungen führt. Für Andere werden es anstrengende Tage, weil sie alle Hände voll zu tun haben mit der Versorgung von Pflegebedürftigen und Kranken oder ihrer Arbeit in anderen systemrelevanten Berufen. Für wieder andere werden es schwere Feiertage, belastet von der Sorge um die eigene Existenz. 

Nun erleben wir, dass die Woche vor Ostern wirklich zu einer stillen Woche wird – weit stiller noch als unter normalen Umständen! Ein kleines Virus weist uns in die Schranken, macht uns unsere Verletzlichkeit bewusst. Es bringt unsere immer schnell lebigere Welt fast zum Stillstand. Es macht uns unruhig: die Sicherheit, in der wir uns bisher gewogen haben, wird plötzlich brüchig. 

Und auch unser Miteinander wird durch das Coronavirus auf eine harte Probe gestellt: Halten wir in diesen Zeiten zusammen, treten wir füreinander ein und teilen miteinander? Dankenswerterweise machen das sehr Viele so und zeigen Gemeinsinn in schwieriger Zeit. 

Vielleicht kommt uns in dieser unfreiwillig „stillen Woche“ der gekreuzigte Christus wieder ein Stück näher. Denn in seinem Leidensweg bildet sich das Leiden so vieler Menschen ab – nicht nur derjenigen, die weltweit unter den Auswirkungen des Coronavirus leiden, sondern auch derjenigen, die vor Hunger und Bomben fliehen oder elend in einer der zahlreichen Flüchtlingslager der Welt sitzen, weil niemand sie bei sich haben will. Christus leidet mit ihnen allen. Gleichzeitig wird an dem gekreuzigten Christus die Verwundbarkeit unseres Lebens sichtbar sowie die Unmenschlichkeit, die Menschen im Umgang mit anderen oft an den Tag legen. 

Aus alledem hält sich Gott nicht heraus – so wie wir Menschen es angesichts der Not anderer gern machen. Nein – Gott geht hinein in Not und Elend, ist mittendrin und steht in dem gekreuzigten Christus an der Seite der Leidenden. So wird das Kreuz auch zu einem Zeichen der Hoffnung und des Trostes.

Am Ende der „stillen Woche“ schließlich feiern wir das Osterfest. Auch das in diesem Jahr sicher anders als sonst. Es wird kein ausgelassenes und fröhliches Fest, sondern eher ein stilles. Es gibt keine Festgottesdienste mit vielen Mitfeiernden, sondern eher eine Feier im kleinsten Kreis, vielleicht auch ganz allein. Der Jubel fällt verhalten aus. 

Ostern wird in diesem Jahr gewiss anders gefeiert, aber Ostern fällt auf keinen Fall aus! Die Botschaft bleibt und mit ihr Freude und Hoffnung. Das Leben ist stärker, weil es aus Gott kommt. Wir stehen auf der Seite des Lebens, weil der lebendige Gott und der auferstandene Christus an unserer Seite sind. Diese Gewissheit kann uns auch die gegenwärtige Krise nicht nehmen, die österliche Freude kann auch ein hinterhältiges Virus nicht auslöschen. 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute „stille Woche“ und trotz allem fröhliche und gesegnete Ostern!       

 

 

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ala / 06.04.2020



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