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"Sie setzen sich für Werte ein, die unser Land ausmachen"

Präses Manfred Rekowski würdigt das Engagement in der Flüchtlingsarbeit und dankt ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Präses Manfred Rekowski (Archivbild) Präses Manfred Rekowski (Archivbild)

Präses Manfred Rekowski hat sich bei den zahlreichen ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Flüchtlingshilfe für ihr Engagement bedankt. „Liebe Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit, Sie haben in den zurückliegenden Monaten Großartiges geleistet“, sagte Rekowski in Bonn. „Sie setzen sich für Werte ein, die unser Land ausmachen. Sie tun dies gegen Widerstände, Sie bleiben dabei trotz Anfeindungen, Sie machen mit, weil Sie es Notwendig finden“, sagte der rheinische Präses weiter. Er sei beeindruckt, wie tatkräftig sich zivilgesellschaftliche Kräfte, Kirchengemeinden, Kirchenkreise, Diakonie und Caritas in der Flüchtlingshilfe engagieren.

„Millionen von Menschen auf unserer Erde haben einfach nur Sehnsucht nach einem Dach über dem Kopf, nach Essen und Trinken, nach medizinischer Versorgung, nach einem Leben ohne Terror und Angst. Sehnsucht nach einem Leben in Frieden und mit Perspektive. Denen widmen Sie sich, wenn sie in unserem Land ankommen.“

Präses Manfred Rekowski wies in seiner Ansprache auf die biblischen Erfahrungen von Flucht und Aufbrüchen hin. Gottes Zusage, bei jedem Einzelnen zu sein, die etwa einen Text wie Psalm 23 prägt, gebe Trost für „Menschen, die auf Wegen der Finsternis wandern müssen“. Der Psalm 23 formuliere angesichts der ungesicherten und schutzlosen Existenz eines jeden Menschen eine verwegene Perspektive: „Ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“ Diese Sehnsucht nach einem verlässlichen Ort prägt für Präses Rekowski das Verhalten zu denen, die „ihre Heimat verlassen, um irgendwo etwas Besseres als den Tod zu finden, der ihnen in ihren Heimatländern droht“. „Weil unser Gott ein Auge auf die Aufbrüche der Menschen richtet, wenden wir uns nicht von den Flüchtlingen ab oder machen die Türen dicht. Die Sehnsucht der Geflüchteten ist zu unserer Sorge und Verantwortung geworden.“

In der Flüchtlingsarbeit gebe es keinen Schlussstrich – auch nicht bei den Hilfen für Flüchtlinge, sagte der Präses weiter. Die Gottesebenbildlichkeit, die einer christlichen Umschreibung von umfassender Humanität entspricht, kenne keine Grenzen: „Unsere christliche Verantwortung endet nicht an den jeweiligen Landesgrenzen. Eine Beschränkung von der Nächstenliebe ist nicht möglich. Nächstenliebe und Gottesebenbildlichkeit sind nicht begrenzbar.“

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EKiR / 14.11.2016



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