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Kirchenkreis An der Ruhr

Kreissynode bereitet Konsolidierung vor

Die Haushaltskonsolidierung war Themenschwerpunkt der Kreissynode, die coronabedingt digital stattfand. Weitere Themen waren die Neuaufstellung nach Auflösung der Fliednergemeinde und die Forderung nach Aufhebung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe.

Die Beratungen zur Haushaltskonsolidierung bildeten einen Themenschwerpunkt der Mülheimer Kreissynode, die coronabedingt digital stattfand. Die Arbeitsgruppen Seelsorge, Jugend, und Kirchenmusik berichteten dazu. Außerdem stellte der Ausschuss für die Ladenkirche Zukunftsplanungen für die Einrichtung vor. Weitere Themen waren die Neuaufstellung nach Auflösung der Anstaltskirchengemeinde bei der Fliedner Stiftung und die politische Forderung nach Aufhebung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe.

Das Team im Haus der Kirche hielt während der digitalen Tagung die Fäden zusammen. 

Haushaltskonsolisierung

Im Mittelpunkt aller Arbeitsgruppenberichte zur Haushaltskonsolidierung standen Überlegungen für bessere Vernetzungen und neue Kooperationsmöglichkeiten. 
Die Arbeitsgruppe Seelsorge nahm die Personalausstattung des Arbeitsbereiches ganz konkret in den Blick: Bei den aktuell anderthalb Stellen in der Krankenhausseelsorge sollte es bleiben, ebenso bei der halben Stelle für die Notfallseelsorge. Dabei müsste es sich aber nicht zwingend bei allen Stellen um Pfarrstellen handeln, so die Arbeitsgruppe. „Um die Vielzahl an Begleitungen und Aufgaben in der Seelsorge auch nur annähernd erfüllen zu können, bedarf es unserer Meinung nach weiterhin zwingend qualifizierter Ehrenamtlicher“, führte Pfarrerin Klaudia Schmalenbach als Sprecherin der AG Seelsorge aus. Außerdem regte die Arbeitsgruppe an, über eine neue Konzeption für die Ausbildung Ehrenamtlicher in der Seelsorge nachzudenken: Mit einer gemeinsamen Grundausbildung und Aufbaumodulen für den Einsatz in verschiedenen Bereichen wie unter anderen der Krankenhaus-, Notfall- oder Seniorenheim-Seelsorge. Auch einen persönlichen Rückblick auf die noch andauernde Zeit der Pandemie fügte Krankenhausseelsorgerin Schmalenbach an: „Unsere gemeinsame Seelsorgearbeit mit Haupt- und Ehrenamtlichen im Krankenhaus hat mich noch nie so sehr herausgefordert wie in letzter Zeit, aber auch noch nie so sehr erfüllt.“

Auch die weiteren vom Kreissynodalvorstand einberufenen Arbeitsgruppen erstatteten Bericht. Den aktuellen Ist-Zustand der Jugendarbeit in allen Kirchengemeinden hat die AG Jugend in einem ersten Schritt erhoben. Nun folgt eine Umfrage nach Bedarfen, die sich an die Akteur*innen der Jugendarbeit richten wird. Auch die Arbeitsgruppe Kirchenmusik kündigte eine Bedarfserhebung an. Sie soll Hinweise darauf geben, welche Schwerpunkte zukünftig in der Chor- und Instrumentalarbeit gesetzt werden sollen. Mit Blick auf Gottesdienste sollen neue Gottesdienst-Konzeptionen und regionale Kooperationen helfen, musikalische Begleitung vor Ort zu sichern.

Der Synodale Ausschuss für die Evangelische Ladenkirche plant derzeit für eine Zukunft unter den Bedingungen kleinerer Personalkapazitäten. Die aktuell durch einen Pfarrer mit besonderem Auftrag kommissarisch wahrgenommene 75%-Stelle wird nicht mehr neu besetzt werden. Es verbleibt eine 25%-Stelle, die mit dem ehrenamtlichen Team die Einrichtung betreibt. Möglichkeiten für neue inhaltliche Kooperationen mit Kirchengemeinden und kreiskirchlichen Arbeitsbereichen werden eruiert. Für den Cafébetrieb wird eine neue Kooperation mit der Theodor Fliedner Stiftung angestrebt.  

Die Beratungen zur Finanzlage werden bei der kommenden Herbstsynode fortgeführt. „Auf die groben Linien wollen wir uns im November verständigen“, kündigte Superintendent Gerald Hillebrand an. „Dann sollten wir uns festlegen, ob wir gemeinsam als „Evangelisch An der Ruhr“ unterwegs sein wollen oder als „Evangelische An der Ruhr“ das Prinzip der Ortsgemeinde stärken. 

Superintendent Hillebrand leitete die Diskussion.

Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt

Außerdem hörten die Synodalen des Kirchenkreises An der Ruhr den Bericht zur Umsetzung des Kirchengesetzes zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Im Zuge dessen wurde im Kirchenkreis An der Ruhr, ebenso wie in allen anderen Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche im Rheinland, ein Schutzkonzept erstellt. Auch jede einzelne Kirchengemeinde wird ein solches Konzept für ihre Arbeit erstellen. 
Die Schutzkonzepte enthalten verbindliche Regelungen zum Umgang mit Verdachtsfällen und Beschwerden: Gemeinden, Einrichtungen und alle Veranstaltenden, die Angebote für Schutzbefohlene machen, sind gehalten, Risikoanalysen für ihre Arbeitsbereiche vorzunehmen. Weitere Vorgaben: In einer Selbstverpflichtungserklärung bestätigen alle beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden, dass sie die Regeln für einen grenzachtenden Umgang mit Schutzbefohlenen und zum Vorgehen in Verdachtsfällen einhalten. Der Kirchenkreis benennt zwei Ansprechpersonen, an die man sich bei Verdachtsfällen wenden kann. Darüber hinaus sind alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden gehalten, alle fünf Jahre ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen. Bei begründeten Verdachtsfällen sexualisierter Gewalt sind alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden verpflichtet, den Verdacht an die Landeskirche zu melden. Alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden sind verpflichtet, abgestuft nach Verantwortlichkeit, an Schulungen zum Thema teilzunehmen. 

Auflösung der Anstaltskirchengemeinde bei der Theodor Fliedner Stiftung

Ein weiterer Beschluss der Mülheimer Kreissynode stellt die Weichen für die Zeit nach Auflösung der Anstaltskirchengemeinde bei der Theodor Fliedner Stiftung. Diese besondere Gemeindeform wird es mit Ablauf des Jahres nicht mehr geben. Stattdessen werden die Bewohner*innen der diakonischen Einrichtung Mitglieder der jeweiligen Ortsgemeinde. Um weiter auf die besonderen seelsorglichen Bedürfnisse einzugehen, hat die Mülheimer Kreissynode beschlossen, eine kreiskirchliche Pfarrstelle mit dem Schwerpunkt Seelsorge einzurichten, die zu 75% von der Fliedner Stiftung refinanziert wird.

Corona-Imfung: Votum für Patentfreigabe

Das globale Ungleichgewicht bei der Verteilung von Corona-Impfstoff nahm ein weiterer Antrag an die Kreissynode in den Blick. Mit großer Mehrheit beschlossen die Mülheimer Synodalen die Politik aufzufordern, zumindest vorübergehend den Patentschutz für Impfstoffe aufzuheben. Außerdem sollen Länder des globalen Südens beim Start eigener Impfkampagnen und mittels Technologietransfer und Lizenzvergaben beim Aufbau eigener Produktionskapazitäten für Impfstoff unterstützt werden. „Mit großer Sorge nimmt die Synode wahr, dass durch die Pandemie die globale Ungerechtigkeit verstärkt wird. Die Pandemie kann nur global bekämpft, begrenzt und überwunden werden“, heißt es in der Antragsbegründung. 

Wahlen

Ferner auf der Tagesordnung der kommenden Kreissynode standen Wahlen zur Nachbesetzung frei gewordener Plätze in kreiskirchlichen Fachausschüssen und Kuratorien. Zur Vorsitzenden für den neu gegründeten kirchenkreisübergreifenden Schulausschuss Mülheim-Essen-Oberhausen wurde Judith Massenberg, Religionslehrerein an der Realschule Stadtmitte, gewählt. 

Nahmen aus der Ferne Teil: die Synodalen des Kirchenkreises An der Ruhr 


Stichwort: Synode

Die Kreissynode tagt mindestens einmal, oft zweimal im Jahr und ist das höchste Entscheidungsgremium, das „Parlament", eines jeden Kirchenkreises. Zu den Synodalen zählen alle Pfarrerinnen und Pfarrer, sowie weitere gewählte Mitglieder aus den Gemeindepresbyterien (von den Gemeindegliedern gewählte Leitungsgremien). Die Synodalen entscheiden unter anderem über kreiskirchliche Finanzen, erarbeiten auch gemeinsame theologische und sozialethische Stellungnahmen und können Anträge an die Landessynode stellen. Die Synode verhandelt öffentlich. Zum Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr zählen rund 42.700 Gemeindeglieder.
 

 

 

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Mülheim an der Ruhr / ala / 09.06.2021



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