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Losung

für den 02.12.2021

Merke auf mich, mein Volk, hört mich, meine Leute! Denn Weisung wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich gar bald zum Licht der Völker machen.

Jesaja 51,4

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Service

Tansania-Partnerschaft

Kleine Leasinggeschäfte für größere Chancen

Nur scheinbar klein sind die Mikroleasing-Geschäfte von Dr. Victoria Kisyombe aus dem Mülheimer Partnerkirchenkreis in Daressalam. Ihre Expertise gab sie nun auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos weiter.

Gratulationen von Hillary Clinton zum Global Leadership Award Gratulationen von Hillary Clinton zum Global Leadership Award

Beginn Absatz mit Bild vollflächig: Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Blindtext www.ekir.de. Ende Absatz mit Bild vollflächig.

Die Tierärztin Dr. Victoria Kisyombe führt ein erfolgreiches Unternehmen, das die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen fördert. Die engagierte Christin kommt aus der tansanischen Ost- und Küstendiözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Daressalam und ist dort aktives Gemeindemitglied im Mülheimer Partnerkirchenkreis "Northern District". Zusammen mit der ersten Besuchsdelegation aus dem Partnerkirchenkreis in Daressalam war sie 2008 in Mülheim zu Gast. Seit 2012 ist sie Mitglied im VEM-Rat, zuvor beriet sie den Rat als Finanzberaterin, beides in ehrenamtlicher Funktion.

Interview aus "In die Welt für die Welt" (4/2015) - Magazin der VEM.


2014 haben Sie die international renommierte Auszeichnung »Global Leadership Award« erhalten. Worum handelt es sich dabei?
Der Global Leadership Award wird jährlich von der Organisation Vital Voices Global Partnership verliehen, deren Gründerin Hillary Clinton ist. Mit dem Preis werden weltweit weibliche Führungspersönlichkeiten ausgezeichnet, die sich entweder für die Stärkung der Demokratie, Förderung wirtschaftlicher Chancen oder den Schutz der Menschenrechte einsetzen. 2014 gehörte ich als Gründerin von SELFINA zu den fünf Frauen weltweit, die diese Auszeichnung in der Kategorie wirtschaftliche Förderung im Kennedy Centre in Washington D.C. in Empfang nehmen durften.


Wie funktioniert SELFINA?
2002 habe ich das Unternehmen SELFINA gegründet, es steht für SERO Lease and Finance Limited. Das Unternehmen hat zum Ziel, Einkommen und Beschäftigungsmöglichkeiten für bedürftige Frauen vor allem in den ländlichen Regionen Tansanias zu verbessern, indem wir ihnen u.a. den Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen. Dies geschieht erstens über Finanzierungsleasing und zweitens über den sogenannten Rückmietverkauf. Diese Art des Leasings ist für Frauen meistens vorteilhafter als herkömmliche Mikrokredite. Der Grund ist einfach: Das Leasing ist an bestimmte Produktionsgüter gebunden, die weniger von Zwangspfändungen betroffen sind. Die Frauen erwerben über die Jahre immer mehr Produktionsgüter, mit denen sie ihr Geschäft erfolgreich ausbauen können. Nach Ablauf des Leasingvertrags gehen die Produktionsgüter in ihren Besitz über, die dann wieder als Sicherheit für weitere Darlehen dienen. Außerdem hat das Leasinggeschäft verglichen mit herkömmlichen Darlehen geringere Ausfallquoten.

Wie viele Frauen hat SELFINA bislang unterstützt?
Seit unseren bescheidenen Anfängen haben wir insgesamt 25.000 Frauen mit einem Finanzierungsleasing in Höhe von 16 Millionen US-Dollar unterstützt und so die Schaffung von 125.000 Jobs ermöglicht. Auf diese Weise konnten wir die Lebens- und Arbeitsbedingungen von 200.000 Menschen in Tansania verbessern. Die Frauen leasen kleine Traktoren, Maismühlen, Sonnenblumenpressen, Wasserpumpen, Nähmaschinen jeglicher Art, aber auch Tiere wie Kühe und Geflügel. Seit 2014 bietet SELFINA zusammen mit einem Partner aus den Niederlanden auch Lösungen mit erneuerbaren Energien an. Diese Energielösungen nützen vor allem Frauen auf dem Land, wo es oftmals keine geregelte Energieversorgung gibt.


Wie kam es, dass Sie auch Mitglied im Weltwirtschaftsforum sind?
2010 wurde ich von der Stiftung des Weltwirtschaftsforums als herausragende soziale Unternehmerin Afrikas geehrt. Seitdem gehöre ich dauerhaft dem Weltwirtschaftsforum an. 2014 erhielt ich von Klaus Schwab, dem Gründer und Präsidenten des Weltwirtschaftsforums die persönliche Einladung, auch im Rat des Weltwirtschaftsforums in der Kategorie Neues Wachstum als Mitglied mitzuwirken. Kann SELFINA auch in anderen Ländern funktionieren? Ja, wir gehen davon aus, dass wir mit dem Leasingkonzept als Franchising-Modell vielleicht schon in den nächsten drei Jahren in anderen Regionen Afrikas expandieren können. Können Sie auch von Misserfolgen berichten? Wie Paulus habe auch ich gute und schlechte Zeiten erlebt. Die übereilte Expansion unseres Konzepts fiel leider mit der internationalen Finanzkrise zusammen, wir litten unter den Folgen. Dann zwang uns die schlechte Infrastruktur auf dem Lande zu größeren Investitionen, leider zu Lasten unseres Betriebskapitals. Aber auch in diesen schwierigen Zeiten wusste ich immer, dass der Herr bei mir ist. Letztlich gingen wir aus den Krisen gestärkt hervor.

Haben Sie eine Botschaft für unsere Leser in Deutschland?
Es zahlt sich aus, in andere Ideen zu investieren, egal wie klein das Investment ist. Ich möchte dazu ermutigen, das Leben von Frauen mit SELFINA zu verbessern. Ich selbst habe miterlebt, wie das Finanzierungsleasing das Leben von Frauen verändert hat, indem sie die Chance erhielten, sich für normale Bankdarlehen überhaupt erst zu qualifizieren und so zu expandieren.


Wie sehen Sie Ihre Aufgabe im Rat der VEM?

Ich danke unserem Herrn dafür, dass ich IHM in meiner Funktion als VEM-Ratsmitglied und Vorsitzende des VEM-Finanzausschusses dienen kann. Dadurch erhalte ich die Gelegenheit, mehr über unsere gemeinsame Arbeit in vielen Bereichen zu lernen. Außerdem kann ich zusammen mit dem Vorstand die Entscheidungen der VEM-Vollversammlung erfolgreich und zum Wohle der VEM-Gemeinschaft umsetzen. Nicht zuletzt kann ich als Frau darauf achten, dass die Stimme der Frauen innerhalb unserer Gemeinschaft von Kirchen mit Bethel im VEM-Rat Gehör findet und respektiert wird.

Haben Sie einen Wunsch für die VEM?
Ich freue mich, dass die VEM in unseren Gemeinden schon bekannter geworden ist. Trotzdem denke ich, dass wir die Sichtbarkeit der VEM noch erhöhen können, und zwar auf allen Ebenen, das heißt an der Basis, in den Kirchenkreisen und vor allem im Rahmen von Mission.

Was möchten Sie in fünf Jahren erreicht haben?
Ich möchte weiterhin tausende von Frauen und ihre Kinder mit SELFINA und der Kirche erreichen. Ich bete zu unserem Herrn, dass er mir den Weg aufzeigt und mich aus meiner Komfortzone innerhalb Tansanias hinausführt, dass er mir Flügel verleiht, um andere Regionen Afrikas zu erreichen, in die nur ER mich führen kann.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

Victoria Kisyombe bei der Begegnung in Mülheim 2008 mit Helga Buchholz. Victoria Kisyombe bei der Begegnung in Mülheim 2008 mit Helga Buchholz.

 

 

 

 

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Martina Pauly / VEM / 26.01.2016



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