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Donnerstag, 2. Dezember, 19.00 Uhr
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für den 02.12.2021

Merke auf mich, mein Volk, hört mich, meine Leute! Denn Weisung wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich gar bald zum Licht der Völker machen.

Jesaja 51,4

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Service

Vereinte Ev. Kirchengemeinde

Neues Haus auf altem Grund

Für die einen ist es „Stadtreparatur“, für die nächsten eine neue Heimat und für andere einfach nur ein tolles Geschenk: Die Vereinte Evangelische Kirchengemeinde feierte nun die Eröffnung des soeben fertiggestellten Petrikirchenhauses.

(v.l.) Ulrich Turck, Pfarrer Justus Cohen, KMD Gijs Burger, Susanne Reimann, Christel Schuck und Peter Schnatmann vor dem Petrikirchenhaus Lupe(v.l.) Ulrich Turck, Pfarrer Justus Cohen, KMD Gijs Burger, Susanne Reimann, Christel Schuck und Peter Schnatmann vor dem Petrikirchenhaus

„Es ist nicht nur ein Gemeinde-, sondern auch ein öffentliches Haus“, sagt Ulrich Turck, auf dessen Initiative der Bau zurückgeht. Der heimatverbundene Mülheimer Unternehmer, selber begeisterter Chorsänger, kam vor zehn Jahren mit der Idee auf Petrikantor Gijs Burger zu, der Singschule eine neue Heimat in eigenen Räumen zu geben. Im Sinn hatte Stifter Turck ein Haus nach historischem Vorbild: das Petrikirchenhaus. Gedacht war zunächst nur an ein Gebäude an der Stelle der früheren Gaststätte Mausefalle. Entstanden ist schließlich ein historisierender Bau auf dem Grundriss vierer früher an der Bogenstraße befindlicher kleinerer Häuser, so wie im Mülheimer Kataster von 1822 verzeichnet.

Die Finanzierung wurde maßgeblich aber nicht allein ermöglicht durch Ulrich Turck, sondern auch durch viele weitere Unterstützer, die sich unter dem Dach der „Stiftung Petrikirchenhaus“ für das Projekt engagierten. Insgesamt wurden Kosten von rund 2 Mio. Euro für Bau und Einrichtung getragen. Die Stiftung wird das Leben in „ihrem“ Haus auch weiter begleiten. „Wir werden die Kirchenmusik weiter fördern und die Inhalte der Arbeit im Petrikirchenhaus weiter unterstützen“, so Ulrich Turck.

Über das neue „Haus für und mit den Bürgern“, freut sich Pfarrer Justus Cohen, Vorsitzender des Presbyteriums der Vereinten Evangelischen Kirchengemeinde. Im Untergeschoss findet zum einen das Netzwerkbüro der Gemeinde einen neuen Platz, zum anderen zieht der Verein Las Torres mit seinem Antiquariat dort ein. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun an diesem wunderbaren Ort weitermachen können“, sagt Christel Schuck von Las Torres e.V. Ihr Verein verkauft seit 15 Jahren Bücher zu Gunsten von Kinderhilfs- und Bildungsprojekten in den Armenvierteln von Caracas / Venezuela. In den letzten Tagen wurden im alten Quartier an der Adolfstraße unzählige Kisten gepackt und nun sind rund 20.000 Bände, Sachbücher, Belletristik, aber auch einige Schallplatten und anderes in die neuen Regale einsortiert.

Im Erdgeschoss des Petrikirchenhauses können sich künftig Menschen zu Gemeindeaktivitäten treffen, unter anderem wird der Veranstaltungsraum für einen regelmäßigen Kirchkaffee nach den Gottesdiensten in der Petrikirche genutzt werden.

Die oberen zwei Etagen gehören ganz und gar der Kirchenmusik. „Endlich haben können wir unabhängig von Anderen proben“, freut sich Kantor KMD Gijs Burger, der sich bisher das Martin-Luther-Haus und weitere Probenstätten mit anderen Akteuren aus Kirchen- und Gemeindeleben teilen musste. Im Petrikirchenhaus haben die Sängerinne und Sänger nun ihr eigenes reich: Notenpulte können aufgebaut bleiben, eine Garderobe für die Chorgewänder findet ebenso ihren Platz wie zahlreiche Fächer für Chormappen und die umfangreiche Notenbibliothek. Kleinere Räume ermöglichen individuellen Probenbetrieb, bieten Platz für Schulungen in Musiktheorie und Stimmbildung. Sowohl für die Sänger“spatzen“ im Kindergartenalter als auch für Solokünstler, die etwa beim Musikfestival „Utopie jetzt“ auftreten, ist hier gesorgt.

Nicht nur für die Ohren, sondern auch für die Augen verspricht das neue Haus in der Altstadt Genuss. Der schmucklose Rohbau traf bei vielen Mülheimerinnen und Mülheimern noch auf Skepsis, erinnert sich Architekt Peter Schnatman. „Es war zugegeben nicht ganz einfach, die Mülheimer mitzunehmen.“ Doch die Arbeit am Detail hat sich gelohnt. Das Haus, von innen eine Einheit, erscheint optisch wie zwei versetzte Bauten: mit zwei Giebeln und verschiedenen Fassaden, einmal verschiefert, einmal in hellem weiß und mit Bruchstein-Absätzen an die unmittelbare Umgebung angepasst.

Mit dem Baufortschritt mehrte sich auch das positive Echo der Altstadtbewohner und Besucher. Aus ganz neuer Perspektive stellen sich nun auch die Plätze neben der Kirche dar. Einmal ein kleiner, die mittelalterliche Bausituation aufnehmender Platz in Richtung Tersteegenhaus und zum anderen der neu entstandene Kirchplatz. Dort wolle man keinesfalls unter sich bleiben, „als öffentlichen Ort“ möchte die Gemeinde ihn einladend und neu gestalten, wie Pfarrer Justus Cohen ankündigt. „wir hoffen damit auch zur Belebung der Altstadt beitragen.“ Und die vielleicht den einen oder anderen auch ursprünglichen Skeptiker zum Verweilen locken.

Alle, die gerne selber einen Blick ins neue Petrikirchenhaus werfen möchten, sind an diesem Wochenende herzlich willkommen:
Samstag, 27. Februar, 14 Uhr, Tag der offenen Tür, 18 Uhr Festkonzert in der Petrikirche (Eintritt frei) mit Chören der Singschule und Petri-Kammerchor.
Sonntag, 28. Februar, 11.15 Uhr, Festgottesdienst in der Petrikirche mit Predigt von Christoph Pistorius, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland.

 

 

 

 

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ala / Bildergalerie: Andreas Köhring / 26.02.2016



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