Gottesdienste

Hier finden Sie die Gottesdiensttermine in unseren Kirchengemeinden. Bitte helfen Sie mit, die nötigen Regeln zum Infektionsschutz einzuhalten.

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Montag, 2. November, 19.30 Uhr
Elternunterhalt
Ev. Familienbildungsstätte Mülheim
Dienstag, 3. November, 11.00 Uhr
offene Markuskirche
ev. Markuskirchengemeinde
Samstag, 7. November, 10.00 Uhr
Auszeit für mich
Ev. Familienbildungsstätte Mülheim

 

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Kirchengemeinden
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Losung

für den 31.10.2020

Ich will des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not.

Psalm 59,17

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Service

Kirche in der Pandemie

Wir bleiben in Kontakt / Folge 2

In Kontakt bleiben – aber auf Distanz. In unserer Serie berichten Praktiker*innen aus der Kirche über Ihre Arbeit in Zeiten von Corona. Folge 2: Integrationsfachschule, Seelsorge, Ladenkirche, Suchtrehabilitation.

Für alle, die in Diakonie, Bildung und Beratung arbeiten, und es gewohnt waren, Klient*innen, Kursteilnehmende und Ratsuchende meist von Angesicht zu Angesicht zu treffen, stellte die Pandemie den Arbeitsalltag auf den Kopf. Trotz widriger Bedingungen blieben Seelsorger*innen, Sozialarbeiter*innen, Kursleiter*innen, Musiker*innen und viele mehr am Ball. Wie – das zeigen die exemplarischen Statements unserer Reihe „Wir bleiben in Kontakt“. Hier gehört den Praktiker*innen aus Seelsorge und Beratung, Bildung und Diakonie das Wort. Die Statements werden in loser Folge auf hier kirche-muelheim.de und auf unserem Facebook-Kanal veröffentlicht.

Alwina Fast (Bild und Text: Julia Blättgen, DW) Alwina Fast (Bild und Text: Julia Blättgen, DW)

Alwina Fast, Leiterin der Abteilung „Soziale Dienste 2 – Integration“ des Diakonischen Werkes

Als wir am 16. März 2020 unsere Integrationsfachschule, an der zu diesem Zeitpunkt 390 Teilnehmende in 20 Sprachkursen Deutsch gelernt haben, schließen mussten, haben wir schnell nach Möglichkeiten gesucht, um den Unterricht fortführen zu können – denn Sprache muss man üben und sprechen, sonst verlernt man sie. Wir haben daher kurzfristig Angebote im digitalen Lernen organisiert. Unsere Schülerinnen und Schüler waren dafür unheimlich dankbar, denn sie wollten lernen und die Corona-Zeit sinnvoll nutzen. Das digitale Lernen war zu Beginn eine große Herausforderung, aber es hat das Miteinander auch gestärkt. Es hat sich gezeigt, dass digitale Lernangebote eine echte Bereicherung sein können und wir werden sie als ergänzendes Angebot in jedem Fall fortführen und ausbauen. Inzwischen sind die Sprachkurse wieder als Präsenzunterricht angelaufen und wir dürfen persönliche Beratungsgespräche führen, denn auch unser Jugendmigrationsdienst musste seine Beratungssituationen während des Lockdowns kreativ gestalten. Wir sind froh, wieder persönlichen Kontakt zu unseren Teilnehmenden und Ratsuchenden haben zu können, denn der ist unverzichtbar.

Kontakt:

0208 - 3003 275 oder integration@diakonie-muelheim.de

 

 

Pfarrerin Dagmar Tietsch-Lispki (Foto: Walter Schernstein) Pfarrerin Dagmar Tietsch-Lispki (Foto: Walter Schernstein)

Pfarrerin Dagmar Tietsch-Lipski, Lukaskirchengemeinde

Social Distancing hat auch die Seelsorge verändert. Bis vor einigen Monaten habe ich Menschen im Gespräch manchmal die Hand auf die Schulter gelegt, einige auch spontan in den Arm genommen. Das kommt nicht bei jedem Kontakt vor, aber es kann ein guter Weg sein, zu zeigen, dass man für jemanden da ist. Übrigens betrifft mich das nicht nur als Seelsorgerin, sondern im ganzen Leben, auch privat merke ich, dass es mir fehlt, meine Nächsten zu umarmen. Gespräche mit Gemeindemitgliedern gibt es natürlich nach wie vor, zurzeit passiert das häufiger am Telefon als früher. Viele Ältere kommen nicht mehr so viel raus und sagen am Telefon traurig „Ich hab ja nichts mehr zu erzählen“. Wir versuchen in der Gemeinde dennoch aktiv den Kontakt zu halten und natürlich kann man uns auch anrufen.

Kontakt:

alle Telefonnummern der Mülheimer Gemeindepfarrerinnen findet man unter www.gemeindesuche.kirche-muelheim.de

 

Ute Lass, Evangelische Ladenkirche

Wir merken, dass Einige noch Bedenken haben, sich wieder in der Öffentlichkeit zu bewegen. Andere genießen es aber, wieder rauszugehen, und die freuen sich, dass man in der Ladenkirche auch spontan einmal vorbeischauen kann und einen Gesprächspartner findet. Wir sind zu eingeschränkten, aber regelmäßigen Öffnungszeiten wieder da. Wer Lust hat, kann zum Beispiel bei Veranstaltungen unserer neuen Themenreihe „Nachhaltig leben“ einmal reinschauen.

Öffnungszeiten:

montags bis mittwochs, 10 bis 14 Uhr, donnerstags und freitags 13 bis 17 Uhr, Telefon 3056731

 

 

Margret Busse (Text und Bild, Julia Blättgen, DW) Margret Busse (Text und Bild, Julia Blättgen, DW)

Margret Busse, Leiterin des Ambulatoriums des Diakonischen Werkes

Das Ambulatorium ist die Suchtberatungs- und behandlungsstelle des Diakonischen Werkes. Die Beratung richtet sich an Betroffene, Angehörige und das weitere Umfeld der Ratsuchenden mit Alkohol-, Medikamentenabhängigkeit, Konsumierende von Substanzen wie Cannabis, Kokain und an Betroffene mit pathologischer Glücksspielsucht. Die Corona-Krise hat uns und die von uns betreuten Menschen sehr getroffen. In der ersten Zeit durften wir keine persönlichen Beratungs- und Therapiegespräche führen. Neben telefonischer Beratung haben wir deshalb schnell auf Videochats umgestellt, doch die Praxis hat gezeigt, dass dies den direkten Kontakt nicht ersetzen kann. Wir sind froh, dass wir inzwischen wieder persönliche Einzel- und auch Gruppengespräche unter Einbehaltung der Hygiene- und Abstandsvorgaben anbieten können. Die Nachwirkungen des Lockdowns, der unserer Klientel ihre Tagesstruktur, wichtige Routinen und soziale Kontakte genommen hat, zeigen sich erst jetzt: Die Zahl der Rückfälle unter den von uns betreuten Menschen ist zuletzt merklich gestiegen.

Kontakt:

Telefon: 0208.3003-223 oder ambulatorium@diakonie-muelheim.de

 

 

 

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ala / 12.10.2020



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